Datenschutzhinweise für Mandanten
Informationen nach Art. 13, 14 und 21 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) zu unserem Umgang mit Ihren Daten und Ihren Rechten
Wenn Sie als unser Mandant keine natürliche Person sind, leiten Sie diese Information bitte an die Personen weiter, deren personenbezogene Daten wir verarbeiten, weil sie unsere Ansprechpartner sind oder auf Dokumenten wie Rechnungen und Urkunden erwähnt werden.
1. Wer ist für die Datenverarbeitung verantwortlich?
Verantwortlicher sind wir, die
Kanzlei Schindele Gerstner & Collegen
Altstadt 369
84028 Landshut
E-Mail: info-landshut@raseg.de
Unseren Datenschutzbeauftragten erreichen Sie wie folgt:
Herr Karsten Witt
E-Mail: raseg@dsb-email.de
2. Welche Quellen und Daten nutzen wir?
Wir verarbeiten Daten, die Sie uns übermitteln oder die wir im Rahmen des jeweiligen Mandats beziehungsweise Auftrags von Ihnen oder mit Ihrer Erlaubnis von Dritten, zum Beispiel Rechtsanwälten, Steuerberatern oder Betriebsräten, erhalten haben. Außerdem verarbeiten wir Daten aus öffentlichen Registern, zum Beispiel Grundbuch, Handels- und Vereinsregistern, sowie aus frei im Internet zugänglichen Datenbanken.
Insbesondere werden folgende personenbezogenen Daten und Kategorien von Daten verarbeitet:
- Daten zu Ihrer Person, zum Beispiel Name, Familienstand, Geburtsdatum, Alter, Geschlecht, Gesundheitsdaten, Anschriften, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Staatsangehörigkeit
- Mandatsinformationen wie Daten zu Gegnern, Zeugen und weiteren Beteiligten sowie Sachverhalte und Beweismittel
- Korrespondenz mit Ihnen und in Ihrem Auftrag
- Zahlungsinformationen wie Bankverbindung oder Daten für internetbasierte Zahlungsdienste sowie Steuernummern
- Rechtsbeziehungen zu Dritten, zum Beispiel Aktenzeichen, Konto- oder Kreditnummern, Verträge und Rechtsschutzversicherungen
3. Wofür verarbeiten wir Ihre Daten und auf welcher Rechtsgrundlage?
3.1 Zur Erfüllung eines Vertrages gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DS-GVO
Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten erfolgt zur Durchführung der anwaltlichen Tätigkeit entsprechend dem Mandatsinhalt.
Insbesondere zur Identifizierung als Mandant, zur Durchführung von Beratungen, zur Erstellung von Schreiben, E-Mails und Schriftsätzen, zur Prozessführung, Verhandlung und Zwangsvollstreckung sowie zur Erstellung von Gebührenrechnungen ist die Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich.
3.2 Im Rahmen der Interessenabwägung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f DS-GVO
Wir können Ihre Daten außerdem auf Basis einer Interessenabwägung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen oder der berechtigten Interessen Dritter verwenden.
Das kann insbesondere zu folgenden Zwecken erfolgen:
- Unterstützung unserer Mitarbeiter bei der Mandantenbetreuung
- Geltendmachung rechtlicher Ansprüche und Verteidigung bei rechtlichen Streitigkeiten
- Verhinderung und Aufklärung von Straftaten
- Gewährleistung der IT-Sicherheit und des IT-Betriebes
Unser Interesse an der jeweiligen Verarbeitung ergibt sich aus den jeweiligen Zwecken und ist im Übrigen wirtschaftlicher Natur, insbesondere im Hinblick auf eine effiziente Aufgabenerfüllung und die Vermeidung von Rechtsrisiken.
Soweit der konkrete Zweck es gestattet, verarbeiten wir Ihre Daten pseudonymisiert oder anonymisiert.
3.3 Aufgrund Ihrer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a DS-GVO
Soweit Sie uns eine Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten erteilt haben, ist die jeweilige Einwilligung Rechtsgrundlage für die dort genannte Verarbeitung.
Eine Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Der Widerruf wirkt erst für die Zukunft. Verarbeitungen, die vor dem Widerruf erfolgt sind, sind davon nicht betroffen.
3.4 Aufgrund gesetzlicher Vorgaben gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. c DS-GVO
Wir unterliegen verschiedenen gesetzlichen Verpflichtungen, bestimmte Datenverarbeitungen durchzuführen. Dazu gehören beispielsweise die für Rechtsanwälte geltenden berufs- und verfahrensrechtlichen Bestimmungen nach der Bundesrechtsanwaltsordnung.
4. Wer bekommt meine Daten?
In unserer Kanzlei erhalten nur die Mitarbeiter im erforderlichen Umfang Zugang zu Ihren personenbezogenen Daten, die diese Daten zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. Alle Mitarbeiter sind auf Vertraulichkeit, Berufsverschwiegenheit und Datenschutz verpflichtet.
Eine Weitergabe Ihrer Daten erfolgt nur, soweit eine Rechtsgrundlage dies gestattet. Dies kann insbesondere an staatliche Stellen geschehen, soweit eine gesetzliche Verpflichtung besteht oder Sie in die Übermittlung eingewilligt haben.
Solche staatlichen Stellen können insbesondere Gerichte und Behörden sein. Teilweise müssen wir Ihre Daten auch an Finanzbehörden im Rahmen unserer Steuererklärung weiterleiten.
Eingesetzte Dienstleister können zur Erfüllung der beschriebenen Zwecke Zugriff auf Ihre Daten erhalten, sofern diese die datenschutzrechtlichen Vertraulichkeitsanforderungen erfüllen.
Dies können beispielsweise Unternehmen aus folgenden Kategorien sein:
- IT-Dienstleistungen
- Datenvernichtung
Diese Dienstleister sind sogenannte Auftragsverarbeiter. Sie werden vertraglich nach den gesetzlichen Vorgaben besonders verpflichtet.
5. Wie lange werden meine Daten gespeichert?
Soweit erforderlich, verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten für die Dauer der Mandatsabwicklung.
Danach erfolgt in der Regel nach Ablauf von sechs Jahren die Löschung, sofern keine längeren Fristen zur Anwendung kommen.
Wir unterliegen verschiedenen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten, die sich unter anderem aus dem Handelsgesetzbuch und der Abgabenordnung ergeben. Die dort vorgegebenen Fristen zur Aufbewahrung beziehungsweise Dokumentation betragen zwei bis zehn Jahre.
Die Speicherdauer richtet sich außerdem nach den gesetzlichen Verjährungsfristen, die zum Beispiel nach den §§ 195 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches in der Regel drei Jahre betragen. Dies gilt für vertragliche und andere Daten des Rechtsverhältnisses zwischen Ihnen und uns.
Erfolgte die Speicherung auf Grundlage Ihrer Einwilligung, werden wir die betreffenden personenbezogenen Daten löschen, wenn Sie Ihre Einwilligung widerrufen, sofern keine anderweitige Rechtsgrundlage für die weitere Verarbeitung besteht.
6. Werden Daten in ein Drittland übermittelt?
Eine Weitergabe Ihrer Daten in Staaten außerhalb der Europäischen Union beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraums, sogenannte Drittländer, erfolgt durch uns nicht.
7. Welche weiteren Datenschutzrechte habe ich?
Sie haben unter den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen:
- das Recht, erteilte Einwilligungen mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen,
- das Recht auf Auskunft gemäß Art. 15 DS-GVO,
- das Recht auf Berichtigung gemäß Art. 16 DS-GVO,
- das Recht auf Löschung gemäß Art. 17 DS-GVO,
- das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung gemäß Art. 18 DS-GVO,
- das Recht auf Widerspruch gemäß Art. 21 DS-GVO sowie
- das Recht auf Datenübertragbarkeit gemäß Art. 20 DS-GVO.
Darüber hinaus haben Sie gemäß Art. 77 DS-GVO ein Beschwerderecht bei einer Datenschutzaufsichtsbehörde.
8. Inwieweit werden meine Daten für die Profilbildung genutzt?
Wir verarbeiten Ihre Daten nicht mit dem Ziel, bestimmte persönliche Aspekte zu bewerten, sogenanntes Profiling.
9. Bin ich zur Bereitstellung der Daten verpflichtet?
Sie sind nicht gesetzlich verpflichtet, uns personenbezogene Daten zur Verfügung zu stellen.
Wenn Sie uns jedoch die Daten, die für die Abwicklung des Mandats und der begehrten anwaltlichen Tätigkeit notwendig sind, sowie die Daten, die wir aus gesetzlichen Gründen bei und nach dieser Tätigkeit erheben und verarbeiten müssen, nicht zur Verfügung stellen, werden wir die Bearbeitung des Mandats in der Regel ablehnen müssen.
Stand: 01.09.2025